Projektbeschreibung

Was kann man in Kloster Veßra unternehmen?

Der kleine und beschauliche Ort Kloster Veßra liegt am Zusammenfluss von Schleuse und Werra und gehört mit seinen Ortsteilen Neuhof und Zollbrück zur Verwaltungsgemeinschaft Feldstein. Von der Autobahn A73 kommend durchquert man Schleusingen und erreicht alsbald einen der kleinsten Orte der Welt, Zollbrück. Dieser Ort, der nur aus zwei Häusern besteht, verdankt seinen Namen der Schleusebrücke, für die man bei der Überquerung Wegzoll entrichten musste. Heute ist dies glücklicherweise nicht mehr der Fall.

Blick auf das Kloster Veßra vom Iltenberg

Über eine Landstraße, vorbei an Feldern und durch Wälder, gelangt man in wenigen Autominuten nach Kloster Veßra. Die Ortschaft, eingebettet in ein Tal bietet hervorragende Wandermöglichkeiten in der Umgebung an. Auch Fahrradfahrer kommen in der Umgebung auf ihre Kosten. Unweit des Ortes verläuft der Werratalradweg. Hauptanziehungspunkt für viele Touristen ist sicherlich das ehemalige Chorherrenstift der Prämonstratenser. Den Herrschaftssitz der Gründer, die Grafen von Henneberg, findet man im nicht weit entfernten Schleusingen. Der Besuch der Bertholdsburg in Schleusingen ist auch eine Reise wert.

Die Türme des Kloster Veßra in Thüringen

Das Museum Kloster Veßra

Hier im Henneberger Land, mitten in Thüringen, befindet sich das ehemalige Kloster Veßra.  Im Mittelalter war es ein Zentrum feudaler Kultur, gefördert durch das Herrschergeschlecht der Henneberger. Durch die Veränderung der politischen Landkarte in der Frühen Neuzeit, büßte das Kloster diese Vormachtstellung ein. Heute beherbergt die ehemalige Klosteranlage ein Museum, das die eindrucksvolle Entwicklung dieses Ortes widerspiegelt.

Überraschend und beeindruckend zugleich ist sicherlich die Größe der Klosteranlage. Das heutige Museumsgelände liegt auf einem 6 ha großen, parkähnlichen Grundstück, das noch vollständig von der Klostermauer umschlossen ist. Das romanische Kloster, mit den beiden noch erhaltenen Türmen, ist schon aus der Ferne sichtbar. Viele Gebäude der ehemaligen Klosteranlage in Veßra sind noch erhalten, darunter das Klausurgebäude und die  Grabkappelle.

Fachwerkhäuser im Museumsdorf

Ebenfalls interessant sind die Fachwerkhäuser auf dem Gelände, von denen eines abgetragen und in Kloster Veßra originalgetreu wieder errichtet wurde. Die Häuser bieten Jung und Alt, durch die mühselige und liebevolle Rekonstruktion, einen Blick in vergangene Tage. Der Anblick unterschiedlicher Wohn- und Arbeitsstätten ermöglicht es, sich sein eigenes Urteil über das Sozialgefüge im 18. und 19. Jahrhundert zu bilden. Große Faszination übt sicherlich auch die Getreidemühle mit funktionsfähigem Wasserrad aus. Auf verschiedenen Ebenen innerhalb der Mühle kann man sich selbst ein Bild von dieser einfachen, aber ausgeklügelten Technik machen. Der Besuch des Brauhauses, in dem zu besonderen Anlässen auch wieder Bier gebraut wird, rundet die Zeitreise ab.

Neben den vielen Exponaten zum Dorf und Landleben, hat das Hennebergische Museum Kloster Veßra auch für Technikbegeisterte einiges zu bieten.  Eine Ausstellung zeigt Schlepper und Traktoren aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind verschiedene Modelle, vornehmlich aus der ehemaligen DDR, aber auch russische und ungarische Exemplare kann man bewundern.

Die vielfältig gewonnenen Eindrücke verarbeitet und bespricht man am besten bei einem Stück hausgebackenen Kuchen im angrenzenden Café am Klostergarten. Ein Ausflug nach Kloster Veßra lohnt für die ganze Familie. Das Museum bietet ein museumspädagogisches Konzept, ganzjährig verschiedene Führungen und Ausstellungen zur Regionalgeschichte.  Sommer und Weihnachtskonzerte runden das vielfältige Angebot ab.

Auf der Webseite des Museums finden Sie weitere Informationen zu Preisen und Öffnungszeiten:
http://www.museumklostervessra.de/